KIT 2017

13. Amberger Kindertheaterfestival

Lieschen Radieschen und der Lämmergeier

Frei nach der Geschichte von Martin Auer

 

Das Stück:

Lieschen Radieschen kriegte immer einen roten Kopf, aber immer. Da war nichts zu machen. Keiner wurde mit ihr fertig. Nicht mal Tante Evelyn und die war Erzieherin im Kindergarten, als sie noch nicht so alt war: „So zornige Kinder holt der Lämmergeier, Lieschen!“ –„Pah! Mich holt kein Lämmergeier, ich hol ihn!“ schrie Lieschen und rannte davon. Da kam der Lämmergeier und wollte Lieschen auf die Insel der zornigen Kinder bringen. Aber Lieschen klappte den Mund zu, kniff die Augen zusammen und kriegte einen roten Kopf. „Nichts zu machen“, sagte der Lämmergeier und brachte Lieschen in ein Königreich, wo sie Prinzessin werden wollte. Eine schwarze Prinzessin, mit schwarzem Umhang und schwarzem Schwert versteht sich. So jagt das selbstbewusste Mädchen sämtliche Räuber des Landes, legt sich mit einem Drachen an und befreit den Prinzen. Der ist aber kein wirklicher Prinz, sondern August Haselböck aus dem dritten Stock und so werden Kinder zu Freunden, die neben einer blühenden Phantasie auch noch Probleme mit den starrköpfigen Erwachsenen haben.

Das Theater:

Marie Bretschneider studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, wo sie seit 2009 auch selbst unterrichtet. Feste Engagements hatte Marie Bretschneider am Studio des Staatsschauspiels Dresden und am Neuen Theater Halle. 2012 machte sie sich als Puppen- und Schauspielerin selbstständig. Sie arbeitet u.a. mit den Handmaids Berlin, Pierre Schäfer oder dem Dresdner Figurentheater zusammen. Als Gast arbeitete sie auch am Puppentheater Halle. Mit ihren Produktionen war sie u. a. auf dem Puppenspielfest in Hohenstein, der Synergura Erfurt, bei den Puppentheatertagen Mistelbach, beim Theater Salz und Pfeffer Nürnberg und dem FITZ Stuttgart zu sehen. Ihre Inszenierungen zeichnen sich durch eine freche, unterhaltsame Spielweise und eine unkonventionelle Stückauswahl aus.